#solowomentravel – Zum ersten Mal in Marrakesch

Travel

Steigt man aus dem Flugzeug, betritt man nicht nur einen neuen Kontinent. Ohne Französisch liest sich selbst die Einreisekarte, die vor der Passkontrolle auszufüllen ist, und auch wenig später ernst genommen wird, wie ein Abenteuer. Die Warteschlangen bei der Einreise ist man gar nicht mehr gewöhnt, wenn man, wie ich, Europa praktisch nie verlässt.

Bon Voyage

Am Ende fand der Beamte meinen Beruf, der unbedingt anzugeben ist, Grafikdesignerin charmant, und verzieh mir lächelnd meine lückenhaft ausgefüllte Karte mit einem Bon Voyage.

Mit Handgepäck erspart man sich den Weg zu den Koffern und schreitet direkt zum Exit, und gleichzeitig mitten ins marokkanische Leben. Mein gebuchter Airport-Shuttle war nicht zu finden. Ehrlich gesagt hatte ich damit gerechnet. Aber es tauchte ein anderer Chauffeur aus dem Nichts auf, der mir helfen wollte. Bat mich um die Nummer des Hotels, und regelte alles. Er war fast beleidigt, als ich im Trinkgeld anbot. Schüttelte mir die Hand und hieß mich willkommen in Marrakesch. Nix mit aufdringlich, oder anmassend. Er wollte sogar sicher gehen, dass der Hotel-Chauffeur auch wirklich vor Ort ist bevor er wieder seinen Dingen nachging. Die kurze Fahrt in die Stadt bot einen netten Vorgeschmack. Überall Orangenbäume und rosarote Lehmwände. Und dann das was ich schon gelesen hatte. Irgendwann geht es mit dem Auto nicht mehr weiter. 2 Männer unterhalten sich, einer nimmt meine Reisetasche, der andere deutet mir, ich möge aussteigen. Ich folge meiner Reisetasche, und die Gassen werden immer schmäler und dünkler.

Der Mann scheint vertrauenswürdig, dennoch fühlt sich das Alles seltsam an. Und dann sind wir vor dem mächtigen Tor in einer schmalen, ich weiss gar nicht ob man das noch Sackgasse nennen kann, Mauer beim Riad angekommen. Gut, dass ich mir den Weg gemerkt habe; NOT!

#riadlife

Hinter der Mauer eine Idylle, die man sich kaum vorstellen kann. Gastfreundlichkeit, besser als bei Freunden, die man schon lange kennt. Herrliches Essen, gute Stimmung. Jede Ecke bis ins kleine Detail liebevoll und authentisch dekoriert. Ich klopfe mir selbst ein bisschen auf die Schulter meine Riad Wahl betreffend.

Damit hier aber kein Mssverständnis aufkommt. Es gibt in meinem Zimmer kaum Licht, keinen Fernseher, auch kein Fenster, und das mit dem Warmwasser ist bei den dicken kalten Wänden im Winter auch so eine Sache. Ich lerne am nächsten Tag wie das geht, aber in der ersten Nacht schlafe ich doch mit Bademantel und zusätzlicher Tagesdecke. Und buche am Morgen gleich mal einen Hammambesuch falls das mit der Dusche weiter nicht so klappt wie ich mir das vorstelle.

Das Frühstück und die Gastlichkeit lassen mich die Kälte am Morgen gleich wieder vergessen, und ich bin wild entschlossen die Souks mit Links allein zu erkunden. Bei Nebel und Nieselregen an einem Sonntag Vormittag kann ja eh nicht soviel los sein.

solowomentravel-Marrakesch

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2 Gedanken zu “#solowomentravel – Zum ersten Mal in Marrakesch

    1. Das würde ich wirklich gerne beibehalten. Meine einzige Sorge war ja, wie bring ich meine Einkäufe nach Hause. Ich glaub, das wird weniger als gedacht.

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