Spelunke: Hafenkneipe im Glaspalast

There is a new Foodie Spot in town. Und natürlich platzte ich vor Neugier, weil die Betreiber der neuen Spelunke ein Garant für genau das Ambiente, in Kombination mit Speisenqualität und Getränkeauswahl sind, das ich persönlich sehr schätze.

War ich doch seit vielen Jahren ein großer Fan vom Hanslteich und schleppte Familie, Freunde und Kollegen bei jedem Anflug von Schönwetter mitten in den Wald, um gut und gemütlich ohne Platznot und Hektik zu essen. Man konnte das auch hier auf windowsofvienna.com öfter mal lesen.

Wie lernt man ein neues Lokal also am Besten kennen?

Man wartet alle Openings (Gut, das war nicht schwer, ich war nicht eingeladen.) und das erste Wochenende ab, und geht entspannt wochentags zu einem Late Lunch. Nach Möglichkeit liest man auch nicht zu viele Kritiken um nicht voreingenommen zu sein. Mir blieben sie teilweise in Form von Instastories nicht erspart, und deshalb hätte man den Eindruck gewinnen können, dass es sich hier um einen Undergroundtempel mit Kanalgeruch mit tobender Musik zur Mittagszeit hinter dunklen Eisentüren handeln könnte. Wird schon nicht! Und recht hatte ich. Zum Glück, denn das ist genau das, was ich am Wenigsten bei einem guten Essen schätze. Da möchte ich mich mit meinem Gegenüber bei Tisch unterhalten können.

Schön, wenn man ein Lokal betritt, und das Personal einen mit der bekannt professionellen Art begrüßt, und willkommen heißt. Alles ist anders hier, und die Auswahl der besonderen Details doch so vertraut. Die avantgardistische Hafenkneipe spart nicht mit exklusiven Accessoires. Die schwarzen Speisekarten mit Weissdruck, die blindgeprägte Besteckrolle, die Auswahl des Holzes. Artdirektor, Maler und Graffiti-Künstler Akira Sakurai ist bekannt für gelungene Querverbindungen von analogem und digitalem Stil. Wer diesen bisher nicht kannte, kennt ihn spätestens nach einem Besuch in der Spelunke. Nur eine Wand ist frei von seinen Graffitis: die Plattenwand, die echte Vinylplatten beherbergt und die angeblich von den DJs verwendet werden. Eine Hommage an Wurlitzer und American Diner mit einer Prise Alice im Wunderland. Sitzt man nämlich in diesem Raum, könnte man auch vermuten in der Mitte der Musikbox zu essen aus der man die Platten hinaus reichen könnte, zwischen all den spacigen Motiven.


Das Motto:

Hier wird das Leben gefeiert und der Genuss zelebriert.

Kann ich zu 100% bestätigen.


Wäre das Service und Essen nicht wunderbar gewesen, hätte das Lokal hier keine Erwähnung gefunden. Also klar, waren meine Fischers Frites köstlich. Und da kenn ich mich aus. Habe ich in meiner Kindheit in kroatischen Hafenkneipen nichts anders gegessen, als fein frittierte Sardinen in Mehl getaucht. Das Dessert hatte weniger mit Streetfood als mit französischer Patisserie zu tun. Ein Scheiterhaufen-Törtchen erster Sahne. Mehr konnte ich Mittags nicht essen, leider, denn es gäbe noch viele erdige, saisonale Köstlichkeiten wie Rote Rüben oder Kohlrabisalat neben den klassischen gegrillten Fleischgerichten zu entdecken. Beim nächsten Mal dan.

p.s. Und ich habe gehört, dass man auch zu einem schnellen Espresso an der Bar willkommen ist. Vielleicht ein Tipp für Unentschlossene, die nur kurz mal schauen wollen. 😉

Ahoi!
#vanessalikes

Bequeme Online Reservierung über die Website.
http://spelunke.at
Taborstraße 1, 1020 Wien
Eingang Obere Donaustraße
Montag bis Sonntag durchgehend

Und bei Schönwetter dann wieder hier:

https://windowsofvienna.com/2012/07/08/orchids-at-the-pond/

https://windowsofvienna.com/2013/06/21/lunch-at-the-pond/

https://windowsofvienna.com/2015/07/07/klee-am-hanslteich/

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