Windows of Vienna in 2017

Die Welt hat sich verändert. Ich habe mich verändert. Oder weiterentwickelt? Man weiß es nicht so genau. An die Umstände angepasst, ist meistens wahrscheinlich treffender. Gut oder schlecht? Anders! Neue Wege muß man nicht unbedingt in positiv und negativ kategorisieren. Mein Lebensstil ist nicht mehr der von vor 10 Jahren, und hat praktisch gar nichts mehr mit dem Alltag zu tun, den ich bestritten habe, als ich Windows of Vienna gegründet habe. Viel Zeit habe ich diesen Herbst damit verbracht, alte Blogbeiträge zu lesen, Kategorien zu betrachten, Statistiken aufzurufen, mir ein Bild zu machen, was davon noch zu mir passt, aktuell ist, und wie es auf diesem Format weitergehen soll.

‚A Bloggers Life‘ hat die it-Girls des vorigen Jahrzehnts abgelöst. Ein neuer Weg wurde gefunden Marketing und Produktplatzierung in eine zeitgemäße Form zu gießen. Aus dem Briefkasten wurde Bloglovin‘.

Der Sticker ‚Kein Werbematerial‘ nennt sich heute ‚unfollow‘.

Nun habe ich mich gefragt, „Was hat WoV eigentlich damit zu tun?‘ Außer, dass ich mir keine Sorgen machen muß, dass jemand bei mir anläutet, weil ich meine Beiträge nicht richtig gekennzeichnet habe, und meine Einnahmen nicht korrekt versteuere, weil ich diesen Weg nie gegangen bin, bleibt die Frage dennoch offen: Welchen Platz will ich in der Blogsphäre noch einnehmen? Ich als Marke, kam auf diesem Format nie in Frage. Wurden am Beginn dieser Area Menschen belächelt, die meinten, sie würden hauptberuflich bloggen, ist es heute genau umgekehrt. Naivität könnte man mir durchaus vorwerfen. Dachte ich doch, dass es schön wäre, Momente mit anderen zu teilen, die man selbst als Besonders eingestuft hat.

Meine Idee, mit meinem privaten Storytelling zu zeigen, dass ich als Print-Grafikerin deutlich mehr zu bieten habe, als Texte und Bilder einzusetzen, sondern auch kontinuierlich und konsequent bei einem Konzept bleiben kann, und nicht nur mein Leben mit Wort und Bild ins rechte Licht rücken kann, ohne dabei geschmacklos zu werden, oder unter der Gürtellinie zu landen, um Leser bei Laune zu halten und Click-Raten zu erzielen, sondern mit charmantem, positivem Auftreten eine Facette, die gezeigt werden möchte, belichte.

So die Idee Firmen dafür zu gewinnen, einen ‚Corporate Blog‚ für sie zu schreiben. Ich war auf eine Festanstellung aus, weil ich ja ausschließlich an langfristigen Zusammenarbeiten interessiert war. Da erwartet man dann auch auf Augenhöhe behandelt zu werden. In Wahrheit kam es natürlich ganz anders. Und das andere gefiel mir nicht.

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Ein Vorteil, keine Werbepartner zu haben, war ganz klar, ich konnte mich mit meinen Gedanken, wie es mit WoV in Zukunft weitergehen soll, völlig frei bewegen. Der erste Entschluss war schnell getroffen. Ich schreibe ab 2017 in deutscher Sprache. Mir fehlte mit der Zeit der Klang des regionalen Bezugs immer mehr. Und: Ich war nicht mehr in internationalen Foren aktiv, von denen ich auf meine Inhalte verwies.

Manchmal sagt ein Bild mehr als 1000 Worte, aber oft versteckt sich hinter einem Titelbild auch eine Geschichte, die lesenswert ist. Nicht immer, und nicht täglich, aber ab und zu kommt das vor. Und das möchte ich in Zukunft hier mit Dir teilen.

Manchmal mit einem

  • Bild des Tages
  • Bild der Woche

und manchmal darf es dann auch ein bisserl mehr sein, wie der Wiener gerne sagt. Der neue Untertitel wird English bleiben, weil ‚The Secret Society‘ einfach zum Wiener und seiner Kultur passt. Bist Du nicht mittendrin und gehörst dazu, hast Du keine Ahnung was wirklich läuft. Nehmen wir es mit Humor, oder Wiener Schmäh, und freuen wir uns auf ein gemeinsames Neue Jahr.

Guten Rutsch!

Servus

Vanessa

 

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